Ginsterblüte im Nationalpark Eifel (17.05.2026)

Mittelschwer? 19 km? - Da waren nicht ganz so viele Wanderer am Start und so brachen lediglich sieben Personen in Richtung Eifel auf. Schon nach wenigen Metern der erste Schreck, am Straßenrand lag ein totes Reh. Doch es gab auch Schönes auf der Fahrt zu sehen: in Flamersheim wollten zwei Eichhörnchen noch schnell die Straße queren und in der Nähe von Euskirchen stand ein Fasan auf einem Feld. So verging die Anreise recht schnell und flugs war Herhahn erreicht.

Vom Parkplatz aus ging es zunächst einmal über die alten Panzerwege und später über gut ausgebaute Wanderwege zur Wüstung Wollseifen. Ein kurzer Besuch in der alten Schule, ein knapper Blick in die Kirche und schon ging es weiter. Zunächst noch weiter in der Höhe, immer im Blick in der Ferne: Vogelsang. Ansonsten rundherum nur grün, ein wenig weiß und ab und an gelbe Tupfer. Der Ginster blüte dieses Jahr zwar nur sperrlich, aber dennoch strahlend. Langsam aber sicher führte nun der Weg nach unten. Plötzlich ein Warnschild: von oben könnten Äste abbrechen, aber das kann im Wald ja immer passieren. Weiter ging es und schon bald war ein kleiner Aussichtspunkt erreicht, der eine gute Sicht auf die Staumauer und die Talsperren bot. Noch ein paar Meter hinab, kurz den Pfad hinauf und die Mauer konnte aus nächster Nähe betrachtet werden. Von nun an ging es für einige Kilometer entlang des Ufers. Linker Hand Felsen, rechter Hand der See und ab und zu ein freier Blick auf Vogelsang. So ging es immer weiter bis die Gruppe "meuterte" und Mittagspause machen wollte. Da bot sich doch eine Sitzgruppe mit toller Sicht auf Vogelsang an, oder? Gestärkt führte der Weg noch ein paar wenige Kilometer entlang des Ufers bis die Victor-Neels-Hängebrücke erreicht wurde. 2009 war sie errichtet worden und trägt den Namen eines ehemaligen belgischen Kommandeurs. Wo er wohl stationiert war...?

Was nun folgte war ein wenig anstrengend, denn es ging hoch nach Vogelsang. Netterweise gab es auch gleich den Hinweis, die anstehende Steigung beträgt 16%... Da kommt Freude auf! Doch fast oben angelangt hatte die Gruppe immer noch Puste und erklomm die letzten Meter über die vielen Treppenstufen auf dem Vogelsang-Geländes. Dort war es ein wenig ruhiger und auch schöner als längs der Straße zu gehen. Oben angekommen, war erst einmal ein kurzes Durchschnaufen angesagt, doch so richtig schwächelte niemand. Schnellen Fußes ging es entlang der Straße zum großen Tor und von dort nach links in den Wald. Hinab ins Tal und hinauf auf den nächsten Berg mit Ausblick. Anschließend noch die letzten Meter nach Morsbach und schon wurden alle mit leckerem Kuchen und Getränken "belohnt".

Wanderführer: Johannes Wittmar, Wanderkilometer: 19, Höhenmeter: 310, Schwierigkeitsgrad: mittelschwer, Text: Claudia Kleinfeld, Fotos: Johannes Wittmar (2) und Claudia Kleinfeld (10)

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