Was ist denn hier los?, so mag der eine oder andere am Sonntagnachmittag gedacht haben, als er/sie den Himmeroder Hof betrat. Gefühlt Halbrheinbach war dort versammelt. Der Grund dafür? Der Stadtrundgang zum Schwarzen Tag von Rheinbach.
Niemand hatte damit gerechnet, dass so viele Menschen Interesse an dem geschichtlichen Rückblick hatten und somit wurde aus dem Plan, die Eröffnungsminuten im Inneren abzuhalten, nichts. Stattdessen blieb nur der Innenhof, wo die Leute sich dicht an dicht drängend. Unter ihnen auch der Bürgermeister der Stadt mit seiner Familie. Tapfer traten die Stadtführer Jürgen Losch und Peter Baus vor die Menge und versuchten stimmlich ihr Bestes zu geben. Jürgen Losch legte kurz dar, wie der Nachmittag ablaufen solle, denn zentraler Punkt des Stadtrundgangs sollten diverse Schauplätze sowie Augenberichte von damals werden. Aber bevor es los ging, umriss er kurz die damalige Situation in Rheinbach. Während vorherige Angriffe nur wenige Todesopfer in der Stadt gefordert hatten, kamen nun aber bei einem einzigen Angriff am 29. Januar 1945 ca. 100 Rheinbacher zu Tode. Es sollte der größte Angriff auf Rheinbach werden, der damals ablief. Und während Losch zunächst nur die nackten Zahlen präsentierte, stellte Peter Baus anhand von Bildern kurz die Anfgriffsflieger vor. Anschließend begann der einzigartige Stadtrundgang, indem die Gruppe sich auf den Weg zum Hexenturm machte. - Der Hexenturm bot damals einen von mehreren Schutzräumen in Rheinbach an. - Vor Ort gab es die ersten Originalstimmen, die im Herbst 1984 in einem Schul-Projekt am Vinzenz-Pallotti-Gymnasium gesammelt worden waren. Anschließend folgten Stationen am Bürgerhaus, am Lindenplatz und am Wilhelmsplatz.
Stadtführer: Jürgen Losch und Peter Baus, Leserollen: Marianne Losch, Wally Baus, Anja Losch, Tobias Losch und Aaron Laser, Text und Fotos: Claudia Kleinfeld