Mit Spannung machte sich die Wandergruppe aus Rheinbach am Sonntagvormittag auf den Weg in den Westerwald. Alle waren neugierig, was sie erwarten würde. - Auf dem Parkplatz bei der Abtei Marienstatt wartete bereits der Wanderführer und begrüßte freudig die zahlreichen Interessierten. Zunächst wies er die Gruppe auf die historische Steinbrücke hin, danach ging es zur Abtei. Doch schon bald hieß es wieder Abschied nehmen von dem "Kleinod". Die Wanderung wartete. Zunächst ging es richtig schön gemütlich parallel zur Nister, doch dann "Überraschung"! Die fast schon versteckten Treppen sollten bestiegen werden. An manchen Stellen recht steil und vor allen Dingen so gar nicht nach Norm errichtet, waren die Stufen eine kleine Herausforderung. Schwitzend, aber unversehrt schafften es aber alle nach oben, wo sie das historische Schieferbergwerk Assberg empfing. Über 500 Jahre ist es alt, wie die Informationstafel verriet. Natürlich ging es da erst einmal wieder hinab in die Tiefe. Das musste man sich doch anschauen! Anschließend ging es weiter in die Höhe und so stießen die Wandernden nach einigen Kilometern auf ein Gipfelkreuz auf die Hohe Ley. Schmal war der Felsen, aber die Aussicht in die Kroppacher Schweiz und ins Tal war phantastisch. Der weitere Weg glich dann z.T. einer Urwaldtour. Ab durchs Dickicht. War der Weg noch richtig? Ja, da war die Nister - oder ist die Kleine Nister? Verwirrend! Aber die Auflösung kam schnell, schließlich kannte sich der Wanderführer hervorragend aus. Und so führte er die Gruppe auch sicher zum kleinen Deutschen Eck. Der Stelle im Westerwald, wo die Kleine Nister in die Nister fließt bevor sich diese auf den Weg Richtung Sieg macht. Ein idyllischer Platz, der eine gute Gelegenheit zur Mittagsrast darbot. Viel zu schnell musste das Deutsche Eck auch schon wieder verlassen werden. Die nächste Fluss-Querung und dann ging es "heimwärts". Riesige Bäume, ehemalige Mühlenplätze, eine weitere historische Brücke, es gab so einiges zu sehen. Sogar einen Bären - zum Glück nicht in echt, sondern aus Holz, aber auch hübsch angesehen. Kurz vor dem Ziel dann die Frage, "Wer mag noch ein paar Extra-Meter anhängen und die Abtei von oben anschauen?". Und während sich der Großteil schon alleine auf den Weg zum Biergarten machte, stiegen die tapferen Freiwilligen noch ein paar Höhenmeter hinauf. Belohnt wurden sie mit einem schönen Blick auf die Abtei und auf das Schloss Hachenburg in der Ferne. Ein schöner Ausflug in den Westerwald!
Wanderführer: Boris Solibieda, Wanderkilometer: 15, Höhenmeter: 300, Text und Fotos: Claudia Kleinfeld